Brandeinsatz - Zimmerbrand

Am Donnerstagabend wurde die Feuerwehr Schotten mit dem Einsatzstichwort F-2-Y (Brand in Wohngebäude mit Menschenleben in Gefahr) zu einem Alten- und Pflegeheim in der Innenstadt alarmiert. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs zeigte sich ein ausgedehnter Zimmerbrand, meterhohe Flammen ragten bereits aus dem Fenster. Während ein Großteil der Bewohner bereits durch das Personal evakuiert wurden, waren zu diesem Zeitpunkt noch mehrere Personen vermisst. So wurden zeitgleich der Innenangriff, Außenangriff und die Menschenrettung eingeleitet. Zwei Bewohner wurden durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem Haus geholt, während eine Bewohnerin sich noch in einem nicht betroffenen Bereich des Gebäudes aufhielt musste die zweite Person mit Hilfe der Fluchthaube durch den stark verrauchten Flur durch einen Atemschutztrupp gerettet werden.

Der schnelle Löscheinsatz von Innen und Außen verhinderte ein Überdringen der Flammen auf das nächste Geschoß sowie angrenzende Räume. So kann man nun im Nachhinein von "nur" einem Zimmerbrand reden. Mehrere Trupps waren unter schwerem Atemschutz im Gebäudeinneren um die Glutnester im Zimmer abzulöschen. Zwei Hochdrucklüfter sorgten für die Entrauchung des Gebäudes.

Ein Rundgang mit den verantwortlichen Personen vom Betreiber und den Behörden zeigte, dass ein Großteil des Gebäudes von dem Feuer und dessen Auswirkungen nicht betroffen war und daher sehr viele Bewohner noch am späteren Abend wieder in ihre Zimmer zurück konnten. Die wenigen Betroffenen wurden derzeit in eine andere Unterkunft gebracht.

Vor Ort waren neben der Feuerwehr Schotten, die Feuerwehren aus Betzenrod, Eschenrod und Rainrod, die Drehleiter aus Gedern, der Kreisbrandinspektor, der organisatorische Leiter Rettungsdienst nebst Leitendem Notarzt, mehrere Notärzte und Rettungswagen, die Bergwacht Schotten sowie die Polizei und ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Auch die Bürgermeisterin hielt Kontakt zur Einsatzleitung und informierte sich über das Geschehen vor Ort.

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Weitere Presseartikel:
http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/vogelsbergkreis/schotten/feuer-heimbewohner-am-abend-evakuiert_18131925.htm
http://nh24.de/index.php/vogelsberg/202-allgemeines/96337-schotten-verletzte-bei-brand-in-seniorenheim

Fotos: P. Weitzel u. Feuerwehr Schotten


Anmerkung in eigener Sache:
Solche Einsätze machen deutlich, wie wichtig es ist eine gut funktionierende Feuerwehr zu haben. Zu 97% sind Feuerwehren freiwillig, nur in wenigen Großstädten gibt es Berufsfeuerwehren. Leider ist die Bereitschaft, sich bei der Feuerwehr zu engagieren, stark zurückgegangen. Früher waren Feuerwehren gut aufgestellt, doch durch die heute vielfältigeren Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ist die Freiwillige Feuerwehr etwas in Vergessenheit geraten.

Bei jedem Feuerwehreinsatz gilt: Je mehr Helfer da sind desto besser. Immer wieder hören wir von Mitmenschen, sie hätten keine Zeit (Familie, Beruf, usw.) sich in der Feuerwehr zu engagieren. Dabei spielt es erstmal keine Rolle wie viel Zeit jemand hat, es zählt nur dass man hilft wenn man Zeit hat. Je mehr Feuerwehrleute es gibt, desto einfacher verteilt sich die Einsatzbereitschaft über den Tag. So gesehen müsste eigentlich ein Jedermann aktiv bei der Feuerwehr sein, jedoch haben wir natürlich Verständnis dafür dass für solche Aufgaben nicht jeder bereit ist. Dennoch darf man hier anmerken, dass man dann zumindest mit der (passiven) Mitgliedschaft im Verein der Feuerwehr in seinem Wohnort seinen "Pflichtbeitrag" zum Schutz der Bevölkerung leisten sollte. Danke dass du dir die Zeit genommen hast und bis hierhin gelesen hast :-)

Sei bereit - werde Mitglied bei deiner Feuerwehr!
http://www.feuerwehr-schotten.de/index.php/gutes-tun/mitglied-werden
http://www.feuerwehr-schotten.de/index.php/gutes-tun/aktiv-werden